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Seid fast 10 Jahre besteht das Elektrotechnisches-Museum in Leutkirch.
Viele alte Geräte mit Geschichte kann man hier sehen und teilweise die Zeit in der man unter Umständen dieses Gerät hatte, Revue passieren lassen.
Sei es nun ein Radio, Fernsehgerät oder gar eine Waschmaschine. Viele Erinnerungen werden wach, wenn Herr Stör Sie mit Fachwissen und Humor durch das Museum führt.
Das Allgaeuportal hatte die Möglichkeit Herrn Stör zu Interviewen.
AP: Herr Stör, demnächst, genauer gesagt am 28.September 2008 feiern Sie das 10-jährige Jubiläum Ihres Elektrotechnischen Museum in Leutkirch. Wie kamen Sie auf die Idee, ein solches Museum zu eröffnen?
MS: Mich faszinieren diese alten Geräte schon seit meiner Lehrzeit.
Mein Vater hatte damals schon damals im Kleinen zu sammeln angefangen und ich führe es gerne und mit Freude weiter.
Ich hoffe dass einer meiner Söhne auch diese Leidenschaft entfacht und es dann nach mir weiterführt.
AP: Aus welcher Zeitepoche stammen diese Geräte?
MS: Also die ältesten sind aus dem Jahre 1901 und die jüngsten von 1970.
Dazu muss man sagen, das auch alle Geräte die im Museum stehen funktionieren, bis auf ein paar. Aber die bekomme ich auch noch zum laufen.
AP: Da kommen wir gerade auf die Frage: Wer repariert denn diese ganzen Geräte?
MS: (Lacht) Der arme Hund der sie flicken muss, bin ich!
Aber es macht mir sehr viel Spaß diese Geräte zum laufen zu bringen. Es ist immer wieder schön zu sehen dass auch dass älteste Gerät, das die Leute als vermeidlich Defekt weggeben, weil es wie sie sagen „E’h nimmer läuft“ doch noch einmal Leben einzuhauchen ist.
AP: Woher bekommen Sie denn all diese Geräte?
MS: Ich habe immer wieder das Glück, dass Leute die von diesem Museum hören, bzw. hörten, mir dann sagen: „ Du ich hätte da was für dich“
Sogar aus Hamburg habe ich schon Geräte bekommen. Diese sogar mit dem Flugzeug.
Der Spender fragte mich damals nur, ob es in der nähe einen Flugplatz gibt, denn er bräuchte eh noch Flugstunden und da wäre es Ihm egal wie und wo er diese absolviert. Also flog er mal so „kurz“ nach Unterzeil um das Gerät bei mir abzuliefern.
AP: Man kann es sich ja vorstellen, dass es sehr schwierig ist, für solche alten Geräte noch Ersatzteile zu bekommen. Woher beziehen Sie denn diese?
MS: Teilweise aus Lagerbeständen. Unter anderem von Radio Harr aus Leutkirch, als er das Elektronik-Geschäft aufgegeben hat.
Teilweise mache ich mir die Ersatzteile auch selber, wie z.B. den Antriebsriemen für das Tefifon. Einfach einen Gummi mit Sekundenkleber zusammenpfriemeln und es läuft (Grinst)
AP: Wenn jemand einen so genannten „Dachbodenfund“ hat, kann er diesen bei Ihnen abliefern und welche Voraussetzungen müssen diese Geräte noch haben?
MS: (Lacht) Voraussetzungen sind keine gestellt, aber es sollte schon noch etwas drin sein.
Also bitte keine leeren Radiogehäuse oder ähnliches vorbeibringen.
Funktionieren müssen sie nicht unbedingt, wäre aber sinnvoll.
Das wichtigste für mich ist es, die Geschichte des Gerätes erzählen zu können.
AP: Was suchen Sie noch für Ihr Elektrotechnisches Museum?
MS: Ja, ganz toll wäre ja ein Drahtbandgerät.
Radiogeräte also Vorkriegsware von 1924-1938.
Ein Lichtbogengerät.
35mm Vorführgerät (Kino)
Eigentlich alles, was noch zu gebrauchen ist.
Das Beste wäre, wenn mir jemand für meine Hörz Kirchenuhr von 1912 einen Antriebsmotor für das Aufziehwerk incl. Zifferblatt und Zeiger spendieren würde.
AP: Wenn man Ihr Museum besuchen möchte, kommen zwangläufig die Frage:
Wann ist es geöffnet?
MS: Führungen durch das Museum, gibt es ab 4 Personen nach telefonischer Anfrage unter 07561-912047.
AP: Herr Stör, haben Sie noch ein paar abschließende Worte?
MS: Ja, die habe ich. (Lacht)
Mein Wunsch wäre es, wenn sich freiwillige Helfer finden würden, die mir beim Aufbau des Museums helfen könnten.
Eine Finanzielle Unterstützung vom Land wäre nett und hilfreich, falls möglich.
Einen Helfer der sich spezialisieren würde auf bestimmte Dinge, wie z.B. Tonbandgeräte, Plattenspieler, Radio, Fernseher usw. denn alleine ist es fast unmöglich diese Geräte zu reparieren.
Ach ja, wir haben ein Museumsschwein, das eine Message an die Besucher rüberbringen möchte. (Zwinkert dabei und lacht.)
Ansonsten wünsche ich jeden Besucher viel Spaß in unserem Elektrotechnischen Museum in Leutkirch und hoffe, dass Sie wieder mal vorbeischauen werden.
AP: Herr Stör ich bedanke mich für das Interview und wünsche Ihnen viele Besucher in der nächsten Zeit.
Anbei ein paar Fotos vom Museum.
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