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Den Milchbauern im Allgäu reicht’s!
Tausende Liter von Milch flossen heute Nachmittag auf die Wiesen in der Nähe des Gottesberg’s in Bad Wurzach.
Völlig Fassungslos sahen die Zuschauer, wie der Protest der Allgäuer Milchbauern auf die Spitze getrieben wurde. Doch den Milchbauern blieb keine andere Wahl, als diese drastischen Maßnahmen zu ergreifen.
Seit letztem Jahr, fordern die Milchbauern immer noch folgende Einhaltungen;
Basispreis von 43 Cent/kg; Einen Umrechnungsfaktor von 1,03 pro Kilogramm anstatt Liter,; Eine Umlage für jedes gelieferte Kilo Milch; Eine Flexibilisierung der Quotenregelung; Änderung der Saldierung und eine Sicherstellung, dass Milchmengen, welche sich in nationalen Reserven befinden, nicht zur Saldierung zur Verfügung stehen. (Das Allgaeuportal berichtete darüber.)
Erst wenn diese Forderungen aufrecht erhalten werden können, wird dieser unsägliche Kampf ein Ende nehmen und solche Bilder nie wieder zu sehen sein.
Es ist beschämend, dass man so mit Lebensmittel umgehen muss, weil man kein Einsehen mit unseren Milchbauern hat. Hoffentlich hat das bald ein Ende.
Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Adressen:
http://bdm-verband.org/html und http://www.europeanmilkboard.org
Antworten auf die Fragen: Wieso?, Weshalb? Warum und Überhaupt? das ganze soweit kam, haben uns die Milchbauern folgende Beiträge als PDF-Files zukommen lassen. Diese können Sie isch hier herunterladen.
Milcherzeuger begrüßen die klare Linie der Länderagrarminister
Die Deutschen Milcherzeuger im Unternehmen Milch e.V. begrüßen die Ergebnisse der Länderagrarministerkonferenz. Der Versuch einer Minderheit unter den Milchbauern (BDM) mit radikalen Methoden, milchpolitische Alleingänge zu erzwingen, ist gescheitert.
„Die Minister haben die Mehrheit der Milcherzeuger fest im Blick behalten und sich gegen nationale Alleingänge ausgesprochen“, anerkannte Fritz Jäger, Vorstandsvorsitzender von Unternehmen Milch e.V.. Die heutigen Beschlüsse verschaffen aktiven Milcherzeugern die dringend gebotene Planungssicherheit auf dem Weg zum Milchquotenausstieg. Eine gute Nachricht ist ferner, dass sich die Minister endlich mit dem Problem der Rückforderung von Fördermitteln bei Betriebseinstellung beschäftigen. Die Forderung von Unternehmen Milch e.V., eine sozialverträgliche Lösung für abgabewillige Betriebe mit Restdarlehen zu finden, muss zügig umgesetzt werden.
75% der deutschen Milcherzeuger haben ein klares Votum abgeben: sie sind dem BDM nicht beigetreten, weil sie dessen Ziele und Methoden ablehnen. Insbesondere der neuerlich Milchstreik findet kaum Anhänger. Die Beteiligung der Milcherzeuger am Milchstreik verläuft regional verschieden, aber deutschlandweit werden lediglich 1 % weniger Milch angeliefert.
Die Deutschen Milcherzeuger lehnen insbesondere Aktionen ab, in denen Milch mit Güllefässern auf Straßen und Feldern ausgebracht wird. „Die demonstrative Vernichtung von Lebensmitteln ist durch Nichts zu rechtfertigen,“ betont Fritz Jäger. Zwar sei die wirtschaftliche Lage der Milcherzeuger sehr schwierig, aber mit solchen destruktiven Aktionen werde dem Ansehen des Berufsstandes und dem Image der Milch massiv geschadet.
Fritz Jäger
Vorstandsvorsitzender
Deutsche Milcherzeuger im Unternehmen Milch e.V.
www.unternehmen-milch.de
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