Die Geschichte des Allgäus

Die Geschichte des Allgäus ist seit Zeiten vor Christi Geburt nachvollziehbar und selbstverständlich sind die Bewohner des Allgäus sehr stolz auf ihre Geschichte. Wer das Glück hat, in einer der geselligen Runden in einer Gaststätte im Allgäu mit Einheimischen zusammenzutreffen, wird früher oder später die eine oder andere Geschichte aus der Frühzeit des Allgäus hören. Archäologische Funde haben bewiesen, dass schon 7000 v.C. Steinzeitmenschen im Allgäu lebten. Das erste Volk wurde gut 6000 Jahre später nachgewiesen. 500 v.C. begannen sich keltische Stämme im Allgäu anzusiedeln. Wie überall in Zentraleuropa waren es anschließend die Römer, die über das Allgäu herrschten und die römische Siedlung Cambodunum (in der Nähe von Kempten) war eine Garnisonsstadt. Im Jahr 233 n.C. wurde diese jedoch von den Alemannen zerstört. Diese herrschten über das Allgäu, bis sie gegen 536 n.C. von den Franken unterworfen wurden.

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Im Jahr 752 wurde das Kloster Kempten gegründet und 764 das Benediktinerkloster Ottobeuren. Gut 50 Jahre später wird in einer Urkunde zum ersten Mal das Wort „Albigauge“ erwähnt, Vorläufer des heutigen Allgäu. Im Mittelalter wurden viele Städte im Allgäu gegründete und im 13. Jahrhundert wurden Memmingen, Kaufbeuren Leutkirch und Kempten zu Reichsstädten ernannt. Im 16. Jahrhundert prägte der Bauernkrieg das Gebiet, ein sehr früher Kampf für Menschenrechte der für viele Allgäuer auch heute noch sehr bedeutsam ist. Der Dreißigjährige Krieg verwüstete die Region und von 1632 bis 1634 war die Stadt Kempten von schwedischen Truppen besetzt. Im 19. Jahrhundert wurde das Allgäu durch Napoleon neu gegliedert und in verschiedene Zonen unterteilt, ein weiteres Beispiel dafür, dass das Allgäu stets wechselnde Grenzen hatte. Im 19. Jahrhundert verschwand der Flachsanbau zugunsten der Milchwirtschaft und zum Ende des Jahrhunderts wurden die ersten Touristen in der Region registriert.