AFN Tehran von Peter M. Roese
Nach dem erfolgreichen Afrika-Thriller "Nigeria Connection" (über den bereits berichtet wurde) präsentiert Peter M. Roese die Fortsetzung der Abenteuer seines Protagonisten Marcel, in dem Iran-Thriller "AFN Tehran" (die beiden Romane sind übrigens soweit in sich abgeschlossen). Ein phantastischer Spannungsbogen wird zwischen Schwarzafrika und dem Iran errichtet.
Leseprobe:
Die beiden nehmen ihn zwischen sich und gehen in das Gebäude. Marcel bleibt unwillkürlich stehen. Der Raum, den sie betreten, ist total verqualmt, die Luft ist zum Schneiden, und man kann die Hand kaum vor Augen sehen. Zudem brennt nur eine trübe Funzel an einem Schreibtisch. Hinter diesem sitzt ein total verhauener Typ , in einer undefinierbaren, dunklen Uniform mit silbernen Schulterstücken. Er hat eine krumme Nase wie ein Aasgeier und zahlreiche häßliche Narben im Gesicht. Als ob er beim Reparieren eines Mähdreschers versehentlich den Motor eingeschaltet hätte, fährt es Marcel schaudernd durch den Kopf. Die anderen, es sind etwa ein halbes Dutzend, sehen auch nicht viel besser aus. Wie Ali Baba und seine Räuberbande, denkt Marcel. Aber nein, korrigiert er sich schnell, die waren sicher ein ganzes Stück harmloser als diese Folterknechte hier. (Bei enem Verhör durch SAVAK/CIA in Teheran, S. 207) [... die kurze Inhaltszusammenfassung + Cover können Sie sich holen bei: www.rhombos.de AFN Tehran ...]
Rezensionen:
Peter M. Roese gelang ein weiterer spannender und packender Roman. Die Leser/Leserinnen dieses Orient-Thrillers bekommen gleichzeitig einen Einblick in die faszinierende Welt des Iran, der vom Autor immer wieder mit Afrika verknüpft wird. Alles in einem, ein Muss für Roman-Fans und solche, die es werden wollen. (KISMET Österreichs orientalisches Onlinemagazin Cemil Sahinöz)
Der Thriller vereint Spannung mit Landeskunde, die dem Leser interessante Einblicke in die muslimische Welt vermittelt ... Der Autor betont, sein Buch sei keine Abrechnung mit dem Regime der Mullahs. Vielmehr sollen, neben der spannungsgeladenen Atmosphäre des Thrillers, dem Leser die Iraner und ihre Lebensweise nähergebracht und Verständnis für dieses uralte Volk geweckt werden. (BR-online Studio Franken Ulrike Nikola)
So unglaublich es heutzutage klingen mag - es gab tatsächlich einen US-Soldatensender im Iran! Der Autor vermittelt außerdem Einblicke in die iranische Welt der 70er Jahre, die auch heutzutage noch Gültigkeit haben. Bauchtanz, kurze Einblicke in das Leben der Frauen, Drogen, religiöse Aspekte usw., runden das Bild ab.Man spürt deutlich, daß Roese den Iran und seine Menschen kennt ...Genau das richtige für Thriller-Gourmets, die in eine geheimnisvolle orientalische Atmosphäre abtauchen wollen. (Klaus Wysdack Chefredakteur www.region-bergstrasse.de / IRAN NOW Das informationsnetzwerk für Iraner und Iran-Interessierte)
Freunde orientalischer Thriller werden ihre helle Freude an "AFN Tehran" haben. Neben einer spannenden Handlung gibt es jede Menge Folklore und Kultur. Ein ganzes Kapitel spielt in München und auch das Allgäu kommt nicht zu kurz.
Für Auto-Fans stecken übrigens auch noch verschiedene Leckerbissen in der Handlung des Romans. Es fängt schon mit einem roten Buick und einem Paykan an, gefolgt von einem Citroen DS vor der Kulisse des antiken Persepolis Das gleiche Fahrzeug verschwindet nach einer atemberaubenden Jagd im Elbursgebirge mit aufheulendem Motor samt Insassen im Abgrund. Auch ein Peugeot 404 spielt eine (finstere) Rolle. Dann folgt ein weiterer haaarsträubender Zwischenfall mit einem Willys Jeep, auf em Weg nach Alamut, dem einstigen Sitz der gefürchteten Assassinen. Schließlich dreht sich im letzten Kapitel fast alles um den Kauf eines weißen BMW 2002ti, übrigens auch ein Kultfahrzeug im Iran der 70er Jahre.