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Tödlicher Bahnunfall
Weingarten
Mit dem tagischen Tod einer 13-jährigen Schülerin aus Ravensburg endete eine Silvesterfeier, zu der sich eine jugendliche Personengruppe an der BOB-Haltestelle in Weingarten traf. Mit dem Handy telefonierend überquerte die Schülerin die Gleise und wurde dabei von einem Zug erfasst und tödlich verletzt.
Am Abend des 31.12.2009 trafen sich mehrere befreundete Jungendliche und Heranwachsende im Alter von 13 bis 19 Jahren im Bereich des Fahrradabstellplatzes bei der BOB-Haltestelle in Weingarten, Ettishofer Straße 61, um Silvester zu feiern.
Kurz nach Mitternacht trennten sich die vier Mädchen von der Gruppe und begaben sich zu einer gemeinsamen Unterhaltung auf den Bahnsteig 1.
Nachdem die 13-jährige Schülerin auf ihrem mitgeführten Handy einen Anruf erhielt, bewegte sie sich sprechender Weise von der Gruppe weg und überquerte die Bahngleise in Richtung des gegenüberliegenden Bahnsteigs 2. Dabei übersah sie den aus Richtung Ulm auf Gleis 2 herannahenden und mit eingeschalteten Licht fahrenden Zug (RE 22639 / Ulm - Friedrichshafen). Der Warnruf eines auf dem Bahngleis stehenden Mädchens, die den Zug im letzten Moment erkannte, blieb ohne jegliche Reaktion.
Die Schülerin wurde von dem mit an der Haltestelle durchfahrenden Zug mit dem linken Puffer erfasst und nach links geschleudert, wo sie wenige Metern von der Anstoßstelle auf dem anderen Bahngleis zum Liegen kam. Vom Lokomotivführer wurde sofort eine Notbremsung eingeleitet.
Der per Notruf sofort verständigte Notarzt konnte nur noch den Tod der Schülerin feststellen, die durch die schweren Anstoßverletzungen unmittelbar am Unfallort verstorben war.
Die am Unfallort festgestellte Spurenlage deutet darauf hin, dass die Schülerin in aufrechter Körperhaltung und mit dem Handy am Kopf von dem Triebwagen erfasst wurde.
Zum Unfallzeitpunkt herrschte Nebel mit erheblicher Sichteinschränkung.
Aufgrund des Unfallgeschehens war der Eisenbahnverkehr im Bereich der Unfallstelle bis 03:12 Uhr in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Für die im Zug mitgereisten Fahrgäste wurde seitens der Bahn eine Weiterfahrt mit Ersatzbussen eingerichtet.
Am Unfallort waren Einsatzkräfte vom Rettungsdienst, Kriseninterventionsteam, Notfallmanagement DB, Bundespolizeiinspektion Konstanz und Kriminalpolizei Ravensburg im Einsatz.
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