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Pressebericht der Polizeidirektion Ravensburg vom 10.02.2009



Überregional agierende Einbrecherbande festgenommen

Kreis Ravensburg
Nach umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei Ravensburg konnte in der Nacht von Sonntag auf Montag letzter Woche in Leutkirch-Tautenhofen eine überregional agierende Einbrecherbande festgenommen werden. Derzeit wird gegen insgesamt neun Tatverdächtige ermittelt. Gegen Vier wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg Haftbefehl erlassen, wobei einer außer Vollzug gesetzt wurde.

 
Ihre Spur zog sich vom Kreis Lindau, Sigmaringen, Ravensburg, Kempten, Biberach bis nach Memmingen. Die zwischen 23 und 56 Jahre alten Einbrecher sind zum Teil miteinander verwandt oder kennen sich aus früheren Gefängnisaufenthalten. Seit dem Frühjahr 2008 waren sie immer wieder in wechselnder Besetzung unterwegs. So machten sie sich, wie im März 2008 berichtet, in Aulendorf in einem Drogeriemarkt zu schaffen. Sie brachen einen eingebauten Tresor aus der Wand und nahmen neben Bargeld auch Hygieneartikel und Tabakwaren mit. Der Gesamtschaden belief sich auf 16000 Euro.

Wiederum im März 2008 rissen die Diebe in Ravensburg ebenfalls aus einem Drogeriemarkt einen eingebauten Tresor aus der Wand und stahlen neben dem Bargeld rund 65 Stangen Zigaretten im Wert von 2500 Euro aus dem Verkaufsraum.

Auch Geldautomaten waren ein beliebtes Ziel der Bande. In Leutkirch mussten sie im August 2008 in der Steinbeißstraße jedoch ohne Beute wieder abziehen, da sie mit der durch ihren Schweißbrenner entstandene Hitze den Brandmelder auslösten. Jedoch richteten sie bei ihrem Vorgehen einen Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro an.

In der Postfiliale in Aichstetten gingen sie ebenfalls brachial vor. Die Bande hebelte dort einen 300 Kilogramm schweren Schrank aus dem Gebäude und transportierte diesen in ein bereitgestelltes Fahrzeug ab. Außer dem vorgefundenen Bargeld erbeuteten die Täter Briefmarken im Wert von 15.000 Euro.

Durch die umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei Ravensburg konnten bislang 14 Einbrüche der Bande zugeordnet werden. Dabei fiel den Tätern Diebesgut im Gesamtumfang von über 230.000 Euro in die Hände. Bei den Einbrüchen richteten die Täter auch erheblichen Sachschaden an, der sich im sechsstelligen Bereich bewegt. 

Auf die Spur der Tätergruppierung kam die Polizei dank einer Zeugenaussage zu einem Einbruch in Leutkirch Ende August 2008. Die weitere Auswertung ließ schon früh einen klaren Tatzusammenhang mit weiteren gleich und ähnlich gelagerten Fällen im Bereich Bad Saulgau, Wasserburg und Sonthofen erkennen. Zur Klärung der Einbruchsserie wurde ab Mitte September 2008 bei der Kriminalpolizei Ravensburg in enger Zusammenarbeit mit den Kriminaldienststellen in Sigmaringen, Lindau und Nauen eine Ermittlungskooperation eingerichtet.

Durch die Auswertung der Spuren und weiterer Ermittlungsmaßnahmen erhärtete sich der erste Tatverdacht und weitere Einbruchstaten rund um den Landkreis Ravensburg konnten der Bande zugerechnet werden.

Im Rahmen der Ermittlungen und der verdeckt durchgeführten Überwachungsmaßnamen einer Spezialeinheit, ergaben sich konkrete Hinweise, dass die Bande das letzte Januarwochenende erneut zuschlagen wollte. Unter den Augen der Polizei baldowerten die Einbrecher mehrere Objekte aus und kauften in einem Baumarkt das noch fehlende Einbruchswerkzeug. Als die Bande sich in einer Nacht Anfang Februar wieder auf den Weg machte, um ein geeignetes Einbruchsobjekt zu finden, schlug die Polizei zu. Das Fahrzeug wurde von einer Spezialeinheit der Polizei angehalten und alle Fahrzeuginsassen festgenommen. Im Fahrzeug befanden sich neben dem Einbruchswerkzeug auch Funkgeräte, Handschuhe und Maskierungsmittel. Drei weitere Tatverdächtige wurden noch am selben Tag festgenommen. In seiner Wohnung befand sich Einbruchswerkzeug, das bei den zurückliegenden Taten verwendet wurde.

Noch am Tag der Festnahmen wurden im Landkreis Ravensburg insgesamt vier Wohnungen zeitgleich durchsucht. Hierbei konnte weiteres Einbruchswerkzeug, wie z.B. Schweißgerät-Armaturen samt Sauerstoffflaschen und eine Motorflex, aufgefunden werden. Auch diese Gerätschaften waren bei einigen der Einbrüche im Einsatz.

In den umfassenden Vernehmungen legten die Bandenmitglieder Teilgeständnisse ab. Weitere Ermittlungen sollen zeigen, ob noch andere Einbrüche auf das Konto der Bande gehen.

Alkoholisierter Fahrradfahrer

Weingarten (sk)
Die Polizei kontrollierte in der Nacht zum Dienstag in der Daimlerstraße einen 23-jährigen Fahrradfahrer, der ohne Licht unterwegs war. Der Mann stand deutlich unter  Alkoholbeeinflussung, ein Alkotest ergab einen Wert von 2,74 Promille. Der 23-Jährige wird nun angezeigt und muss befürchten, seine Fahrerlaubnis zu verlieren. Für Fahrradfahrer gilt eine Grenze von 1,6 Promille, ab der eine absolute Fahruntüchtigkeit angenommen wird.

Heu löst Brand aus

Bad Waldsee (sk)
Die Polizei fahndet nach dem Verursacher eines Heuhaufens auf der Landesstraße 285 zwischen Reute und Aulendorf. Das lose auf der Fahrbahn liegende Heu verursachte im Motorraum eines Opels einen Brand.

Am Montagabend gegen 20.20 Uhr fuhr eine 47-jährige Fahrerin mit ihrem Opel über den Heuhaufen. Da sie keinen Schaden feststellen konnte, setzte sie ihre Fahrt fort. Erst als sie zu Hause war bemerkte sie, dass es im Motorraum ihres Opels brennt. Bei der Fahrt über den Heuhaufen wurde einiges Heu in den Motorraum gedrückt. Durch die Motorwärme entzündete sich dieses. Das Feuer konnte noch ohne Hilfe der Feuerwehr gelöscht werden.

Zeugen, die Hinweise zu dem Verursacher des Heuhaufens auf der Fahrbahn geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Bad Waldsee unter Tel.: 07524/4043-0 in Verbindung zu setzen.

Zu schnell unterwegs

Kreis Ravensburg (sk)
Zu schnell unterwegs waren zahlreiche Autofahrer am vergangenen Montag. Die Verkehrspolizei führte an verschiedenen Stellen im Kreisgebiet Geschwindigkeitsmessungen durch.

Auf der A 96 im Bereich Leutkirch-Gebrazhofen wurden 12 Fahrzeuglenker beanstandet. Bei den dort erlaubten 80 km/h wurden Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 147 Stundenkilometern gemessen. An der Messstelle beim „Herfatzer Tunnel“ fuhren insgesamt knapp 2600 Fahrzeuge vorbei. Über 340 Fahrzeuge waren zu schnell. Der höchste gemessene Wert bei den dort zugelassenen 100 km/h lag bei 160 Stundenkilometern. Die Fahrer müssen teilweise neben dem Bußgeld noch mit einem mehrmonatigen Fahrverbot rechnen.

Auf der Ortsumgehung von Amtzell lag der gemessene Höchstwert eines Fahrers bei 142 Stundenkilometern, obwohl dort nur 100 km/h zulässig sind.

Fahrverbot, Bußgeld und Punkte in Flensburg bekommt auch eine 20-jährige Frau, die auf der B 30 bei Baindt statt der erlaubten 80 km/h mit 129 Stundenkilometern unterwegs war. Ein 53-jähriger Fahrer wurde an dieser Stelle sogar mit rund 135 Stundenkilometern gemessen.

Unfall mit zwei Leichtverletzten
Kißlegg (sk)
Zwei Leichtverletzte und ein Sachschaden von etwa 4000 Euro sind die Bilanz eines Unfalls in der Nacht zum Montag. Ein 24-jähriger VW-Fahrer war mit seiner Mutter auf der Landesstraße 265 von Immenried in Fahrtrichtung Kißlegg unterwegs. In einer Rechtskurve kam er aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Schleudern. Der VW kam schließlich auf der linken Fahrzeugseite zum Liegen. Beide Insassen wurden leicht verletzt.

Zeuge gesucht

Weingarten (sk)
Als wichtigen Unfallzeugen sucht die Polizei den älteren Herrn, der sich am 03. Februar, 13.30 Uhr, um eine Fußgängerin kümmerte, die von einem Audi angefahren wurde. Die 52-jährige Fußgängerin befand sich auf dem Lidl-Parkplatz, als sie von einem Audifahrer, den die Sonne blendete, übersehen und angefahren wurde.

Zeugen, insbesondere der Helfende, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Weingarten unter Tel.: 0751/803-6666 in Verbindung zu setzen

 

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